Rundbrief des Kuraten Nr. 6 - KPJ - Stamm St. Notburga

09. März 2022
Quelle: fsspx.news

+ Gelobt sei Jesus Christus!

Gut Pfad! Liebe Pfadfinderinnen des Stammes der hl. Notburga!

Liebe Eltern und Freunde!

Das Osterfest ist nahe und so möchte ich Euch allen in diesen Tagen der Fastenzeit wieder kurz schreiben.

Solange wir auf Erden wandeln, fragen wir nach dem Sinn des Leidens, und zwar des Öfteren, wenn wir bereits „auf die Folter gespannt“ sind. Wieder mehr als in den vergangenen Jahren wird das Leid überall heute sehr sichtbar durch die Not, durch den Krieg.

Wir sind aber von vornherein beinahe verzweifelt, wir finden keine Ruhe, denn das Leid verfolgt uns, es beißt Herz und Leib immer grausamer, unberechenbar und im Grund ohne erkennbaren Grund. Wir wehren uns mit Wissen und Technik, wir erfinden neue Medikamente und Versicherungen, aber niemandem ist es je gelungen, dem Leiden zu entrinnen.

Einige schweigen, andere fluchen, einige beten, andere hadern, einige resignieren, andere rebellieren. Wir versuchen uns zu zerstreuen, wir lachen und schuften, wir versuchen zu vergessen, zu träumen, aber das Leid ist trotzdem da.

Wir durchbohren die Luft und die Wolken mit unseren Fragen an den Himmel: Warum? Wie Speere wurden sie jahrhundertelang hinaufgeworfen, aber der Himmel schwieg und die Speere fielen über uns zurück.

Wir wissen um die dunkle Verknüpfung von Sünde und Leid, wir wissen um die vergiftete Lebenswurzel beim Baum der Erkenntnis im verlorenen Paradies. Wir wissen auch heutzutage um die schaurigen Verflechtungen zwischen den verschiedensten Arten des Bösen. Wir verstehen es nicht genau hier und jetzt: Wieso das und wieso er? Aber wir ahnen, es schimmert uns, dass alles Übel einer einzigen Quelle entspringt: dem Aufstand gegen Gott.

In der Fastenzeit, in der Passionszeit finden wir die guten Antworten. Wir müssen am Kreuz des Herrn teilhaben und wir wissen, dass das Ende die Glückseligkeit sein wird. Das ist die Wahrheit, die wir Christen bekennen müssen, verkünden müssen. Am Ende all des Leidens wird es Ostern werden, in unserem eigenen Leben, wenn wir die Wege Gottes gehen, die Gebote halten, den Willen Gottes befolgen. Dasselbe gilt auch für die ganze Gesellschaft.

Es wäre schön, wenn Ihr diese Gedanken ein wenig betrachtet, in Euer Gebet nehmt. Wir sind Kinder Gottes, wir müssen unseren Mitmenschen Stützen sein in diesen Tagen, gerade auch als Pfadfinder. Die Hoffnung, die ganze Kraft schöpft Ihr aus Eurem christlichen Leben, vor allem aus Eurem Gebet!

Ich bitte Euch, eine gute Osterbeichte vorzubereiten. Das ist etwas sehr Befreiendes, so braucht ihr Euch, um nichts zu sorgen, wenn ihr nicht von Gott getrennt lebt.

Sodann bitte ich Euch wiederum, zum Rosenkranz zu greifen, dieses wunderbare Mittel hat die Macht die Welt zu ändern, alles zum Guten zu führen. Geht bitte, wenn es Euch möglich ist, an den Mittwochen zum öffentlichen Rosenkranzgebet. Denkt an Österreich, unsere geliebte Heimat, an die ganze Kirche, an die ganze Welt. Besonders wollen beten, dass der Krieg in Europa bald endet, dass Gott allen die Augen öffne für das Gute!

Liebe Pfadfinderinnen, ich wünsche Euch und Ihnen allen ein gnadenreiches und frohes Osterfest! Grüßt Eure Familien sehr herzlich!

Mit meinem priesterlichen Segen! Gut Pfad!

Jaidhof, am 8. März 2022

P. Johannes Regele, Pfadfinderkurat